Corporate Redesign: McDonald’s wird grün!

Ja gut, die Meldung ist nicht neu und der »text post« steht auch schon eine Weile in der Warteschleife. Dennoch:
Kaum zu glauben, eine der konsequentesten und markantesten Marken der letzten Jahrzehnte erfährt eine massive Veränderung. Die Farbe rot fliegt raus und wird durch ein bzw. mehrere Grüntöne ersetzt. Diesen mutigen und großen Schritt kann man natürlich positiv und negativ bewerten.

PRO:
- Betrachtet man die Entwicklung des Interiordesigns der Filialen in den letzten Jahren muß man sich wohl eingestehen, das die zwar sehr prägnante aber auch (billig?) kitschige Farbkombination Rot-Gelb nicht recht zur modernen Inneneinrichtung in braunen Holz- und Lederfarbtönen passten will.
- Der Schritt von McDonald’s sich bewusst von der Konkurrenz wie Burger King zu distanzieren und mehr in die Nähe von Cafébars und Brasserien wie StarBucks zu rücken ist angesichts der Debatten um gesunde Ernährung und Fettleibigkeit (v.a. bei Kindern) evolutionär und nötig.
- Daher scheint es wohl auch die strategisch richtige Entscheidung das aggressive, leuchtende Rot durch harmonische Grüntöne zu ersetzen.
- Die Strahlkraft des Gelbtons wird durch den höheren Kontrast mit einem Dunkelgrün noch gesteigert.
CONTRA:
- Das Farbklima ist einer der Eckpfeiler eines jeden Corporate Designs. Die Rot-Gelbe-Kombination hat sich im Lauf der Jahrzehnte in alle (!) Köpfe eingebrannt. Selbst meine sehgeschwächte Mutter erkennt bzw. erkannte McDonald’s aus 2 km Entfernung.
- Das Grün als Primär- oder Sekundärfarbe findet sich in vielen anderen Fastfood- und Deli-Restaurants wieder (u.a. Starbucks, Subway, Olivegarden, Applebee’s) wieder. Eine deutliche Abgrenzung (v.a. für kleine Filialen, z.B. im Umfeld von Einkaufszentren und deren »Fressmeilen«) gegenüber der Konkurrenz wird daher schwieriger.
- Sollte McDonald’s auch hellgrüne Farben einsetzen, wird der Kontrast zum Gelb leiden.
- Ausserdem: Ist das Hellgrün dienlicher als Rot? Steht diese Farbe dann sinnbildlich für die Nachwirkungen beim Verzehr der Speisen? Und wird die Corporate Farbe dann im Volksmund Kotzgrün« genannt?
- Die Transformation weg von der Fastfoodkette wird McDonald’s allein durch eine Änderung der Filialeinrichtung und der Farbe nur bedingt erreichen.
- Als Argument für den Wechsel zum Grün den Umweltschutz anzuführen ist für eine Fastfoodkette hanebüchen, noch dazu wenn man sich den Müll, den ein durchschnittliches Menü hinterlässt, anschaut.
- Die Umrüstung wird weltweit mehrere hundert Millionen Euro verschlingen.
Corporate Redesign: McDonald’s wird grün!

Ja gut, die Meldung ist nicht neu und der »text post« steht auch schon eine Weile in der Warteschleife. Dennoch:
Kaum zu glauben, eine der konsequentesten und markantesten Marken der letzten Jahrzehnte erfährt eine massive Veränderung. Die Farbe rot fliegt raus und wird durch ein bzw. mehrere Grüntöne ersetzt. Diesen mutigen und großen Schritt kann man natürlich positiv und negativ bewerten.

PRO:
- Betrachtet man die Entwicklung des Interiordesigns der Filialen in den letzten Jahren muß man sich wohl eingestehen, das die zwar sehr prägnante aber auch (billig?) kitschige Farbkombination Rot-Gelb nicht recht zur modernen Inneneinrichtung in braunen Holz- und Lederfarbtönen passten will.
- Der Schritt von McDonald’s sich bewusst von der Konkurrenz wie Burger King zu distanzieren und mehr in die Nähe von Cafébars und Brasserien wie StarBucks zu rücken ist angesichts der Debatten um gesunde Ernährung und Fettleibigkeit (v.a. bei Kindern) evolutionär und nötig.
- Daher scheint es wohl auch die strategisch richtige Entscheidung das aggressive, leuchtende Rot durch harmonische Grüntöne zu ersetzen.
- Die Strahlkraft des Gelbtons wird durch den höheren Kontrast mit einem Dunkelgrün noch gesteigert.
CONTRA:
- Das Farbklima ist einer der Eckpfeiler eines jeden Corporate Designs. Die Rot-Gelbe-Kombination hat sich im Lauf der Jahrzehnte in alle (!) Köpfe eingebrannt. Selbst meine sehgeschwächte Mutter erkennt bzw. erkannte McDonald’s aus 2 km Entfernung.
- Das Grün als Primär- oder Sekundärfarbe findet sich in vielen anderen Fastfood- und Deli-Restaurants wieder (u.a. Starbucks, Subway, Olivegarden, Applebee’s) wieder. Eine deutliche Abgrenzung (v.a. für kleine Filialen, z.B. im Umfeld von Einkaufszentren und deren »Fressmeilen«) gegenüber der Konkurrenz wird daher schwieriger.
- Sollte McDonald’s auch hellgrüne Farben einsetzen, wird der Kontrast zum Gelb leiden.
- Ausserdem: Ist das Hellgrün dienlicher als Rot? Steht diese Farbe dann sinnbildlich für die Nachwirkungen beim Verzehr der Speisen? Und wird die Corporate Farbe dann im Volksmund Kotzgrün« genannt?
- Die Transformation weg von der Fastfoodkette wird McDonald’s allein durch eine Änderung der Filialeinrichtung und der Farbe nur bedingt erreichen.
- Als Argument für den Wechsel zum Grün den Umweltschutz anzuführen ist für eine Fastfoodkette hanebüchen, noch dazu wenn man sich den Müll, den ein durchschnittliches Menü hinterlässt, anschaut.
- Die Umrüstung wird weltweit mehrere hundert Millionen Euro verschlingen.
