CD-Relaunch »ThyssenKrupp«

ThyssenKrupp hat sein Corporate Design und damit auch die Wortbildmarke überarbeitet. Das Ergebniss finde ich recht zweifelhaft. Die alte Marke besaß Klarheit und vermittelte Tradition, Stärke und Selbstbewustsein.

Die neue Marke wirkt nun wie eine photoshop-frisierter »Web-Button«. Der formale Nutzen der mit komplexen Verläufen und Schattenkanten versehenen und ineinander verschachtelten Flächen erschließt sich mir nicht. Zudem drängen sich die Flächen stark auf, Schriftzug und Bildmarke verlieren deutlich an Prägnanz.

Bei der Betrachtung der neuen Kommunikationsmittel (das Lieferprogramm 2009 wurde bereits angepasst) fällt zudem auf, dass eine Implementierung der neuen verschachtelten Formen inklusive runder Ecken nur auf dem Titelblatt stattgefunden hat. Die strengen rechteckigen Formen im Innenteil mögen da nicht recht zur neuen »weichen« Wortbildmarke passen.




Der Blindtextgenerator wurde überarbeitet. Ein wirklich nützliches Layouttool, das auch Blindtexte für eine Reihe anderer Sprachen anbietet.





Ebenfalls in Palma auf Mallorca entdeckt. Leider weiß ich nicht mehr ob es ein “echtes” Graffiti war.





Entdeckt und aufgenommen in Palma, Mallorca.





Über das dreiste “Feilschen” in der Kommunikationsbrache.
Leider näher an der Wahrheit als man glauben möchte!


Ich freu mich sagen zu können, dass unsere Kunden in der Regel (die die Ausnahmen bestätigen ;-) den Wert von Design zu schätzen wissen. Bisher (toi toi toi) hat uns unsere offene, direkte Kommunikation und der kundenseitige Respekt für unserer Arbeit vor derlei (im Video auf die Schippe genommenen) Angeboten und Verhandlungen geschützt.





WARNHINWEIS!

Ein »Piktogramm«-Fundstück aus Portugal. Entdeckt und fotografiert hat es unser Kollege Alex Sakhel.




Das Thema wurde ja schon weitläufig diskutiert. Unglaublich wie sich ein designorientiertes Unternehmen für diesen Schritt entscheiden konnte.
Eine Web- und Browserschrift als Corporate Typeface global für die Kommunikation einzusetzen ist ungefähr so, als würde man sich die Zehen abschneiden, nur um die Schuhe seiner Kinder anziehen zu können.
Bei meinem letzten IKEA Besuch musste ich feststellen, dass die »neue Hausschrift« Verdana jetzt auch langsam Einzug hält in andere Bereiche (z.B. den Newsletter).
Ich fürchte bald werden die ersten Wandtafeln und Deckenhänger des Orientierungssystems in Verdana erstrahlen.





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