"Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer, sichtet eine Frau am Boden und ruft:
„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht wo ich bin.“
Die Frau am Boden antwortet:
„Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund.
Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.“
„Sie müssen Ingenieurin sein“,
sagt der Ballonfahrer.
„Bin ich“, antwortet die Frau, „woher wussten sie das?“
Antwortet der Ballonfahrer:
„Alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
Die Frau erwidert:
„Sie müssen im Management tätig sein.“
„Ja“, stimmt der Ballonfahrer zu, „aber woher wussten sie das?“
Antwortet die Frau: „Sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin ich schuld daran!“
"
Corporate Redesign: McDonald’s wird grün!

Ja gut, die Meldung ist nicht neu und der »text post« steht auch schon eine Weile in der Warteschleife. Dennoch:
Kaum zu glauben, eine der konsequentesten und markantesten Marken der letzten Jahrzehnte erfährt eine massive Veränderung. Die Farbe rot fliegt raus und wird durch ein bzw. mehrere Grüntöne ersetzt. Diesen mutigen und großen Schritt kann man natürlich positiv und negativ bewerten.

PRO:
- Betrachtet man die Entwicklung des Interiordesigns der Filialen in den letzten Jahren muß man sich wohl eingestehen, das die zwar sehr prägnante aber auch (billig?) kitschige Farbkombination Rot-Gelb nicht recht zur modernen Inneneinrichtung in braunen Holz- und Lederfarbtönen passten will.
- Der Schritt von McDonald’s sich bewusst von der Konkurrenz wie Burger King zu distanzieren und mehr in die Nähe von Cafébars und Brasserien wie StarBucks zu rücken ist angesichts der Debatten um gesunde Ernährung und Fettleibigkeit (v.a. bei Kindern) evolutionär und nötig.
- Daher scheint es wohl auch die strategisch richtige Entscheidung das aggressive, leuchtende Rot durch harmonische Grüntöne zu ersetzen.
- Die Strahlkraft des Gelbtons wird durch den höheren Kontrast mit einem Dunkelgrün noch gesteigert.
CONTRA:
- Das Farbklima ist einer der Eckpfeiler eines jeden Corporate Designs. Die Rot-Gelbe-Kombination hat sich im Lauf der Jahrzehnte in alle (!) Köpfe eingebrannt. Selbst meine sehgeschwächte Mutter erkennt bzw. erkannte McDonald’s aus 2 km Entfernung.
- Das Grün als Primär- oder Sekundärfarbe findet sich in vielen anderen Fastfood- und Deli-Restaurants wieder (u.a. Starbucks, Subway, Olivegarden, Applebee’s) wieder. Eine deutliche Abgrenzung (v.a. für kleine Filialen, z.B. im Umfeld von Einkaufszentren und deren »Fressmeilen«) gegenüber der Konkurrenz wird daher schwieriger.
- Sollte McDonald’s auch hellgrüne Farben einsetzen, wird der Kontrast zum Gelb leiden.
- Ausserdem: Ist das Hellgrün dienlicher als Rot? Steht diese Farbe dann sinnbildlich für die Nachwirkungen beim Verzehr der Speisen? Und wird die Corporate Farbe dann im Volksmund Kotzgrün« genannt?
- Die Transformation weg von der Fastfoodkette wird McDonald’s allein durch eine Änderung der Filialeinrichtung und der Farbe nur bedingt erreichen.
- Als Argument für den Wechsel zum Grün den Umweltschutz anzuführen ist für eine Fastfoodkette hanebüchen, noch dazu wenn man sich den Müll, den ein durchschnittliches Menü hinterlässt, anschaut.
- Die Umrüstung wird weltweit mehrere hundert Millionen Euro verschlingen.
iPhone App-Empfehlung:
»Pastebot« von Tapbots ist ein Programm, dass die letzten 99 Einträge der Zwischenanlage speichert.
Darüber hinaus lassen sich häufig benutzte Textschnipsel (z.B. Abwesenheitsnotize, Geburtstagsgrüsse usw.) und Bilder in selbstanzulegende Ordner speichern. Bei Texten werden sogar die Anschläge und die Anzahl der Wörter angezeigt.
Die Oberfläche ist nett gestaltet und übersichtlich. Mit einem »Fingetap« lassen sich die abgelegten Elemente kopieren.
Ausserdem kann man auch Inhalte direkt als E-Mail verschicken.
translations \ 03 - authorship in design,
Mainz (1.1)
Textfundstück aus dem Web (leider weiß ich nicht mehr von welcher Seite):
Definition »Ponymaler/in«
Als »Ponymaler« werden junge Design-Studenten/Studentinnen bezeichnet, welche sich als professionelle Designer ausgeben, aber auf Grund ihrer geringen Erfahrung für alle anderen Projekt-Beteiligten den Arbeitsaufwand signifikant erhöhen.
Vor allem im Web-Bereich sorgen Ponymaler für erhöhte Frustration auf Seiten der Umsetzung (Programmierung). Oft werden Web-Layouts in Illustrator angelegt, Schriften verwendet die nicht webtauglich sind oder Webseiten im Kiosk-Modus (= Ignorieren der Tatsache, dass das Browser-Fenster keine feste Größe haben kann) gestaltet.
Die Begriffsherkunft geht auf die Vorstellung zurück, dass diese jungen Menschen nach dem erreichten Abitur keinen klaren Berufswunsch vor Augen hatten und sich (da sie schon immer gerne Ponys gemalt haben) dazu entschieden »nach Berlin zu gehen« um dort »Designer« zu werden.
Die Frustration, die Designer und Programmierer gleichermaßen empfinden, besteht nicht darin dass Erfahrung fehlt, sondern dass vom Ponymaler Erfahrung vorgetäuscht wird.
Heute im Amtsgericht Düsseldorf: Selten ein so verdrecktes und versifftes Gebäude gesehen. Überall Risse in den beigefarbenen Wänden, abblätternde Farbe, fleckig-staubiger, grauer Linoleumboden. Die “kafkaeske” Atmosphäre erinnerte mich an das Buch “Momo”. Das Bild zeigt den Boden des Aufzugs. Also ehrlich, da ist jede Bahnhofstoilette apettitlicher.



http://www.achtnullvier.com/designlab/2meter.php
Unser Projekt »2 x 2m Typografie – der typografische Zollstock« geht endlich in die Großproduktion. Wir hoffen, dass wir bis Weihnachten ausliefern können (wird eng).
CD-Relaunch »ThyssenKrupp«
ThyssenKrupp hat sein Corporate Design und damit auch die Wortbildmarke überarbeitet. Das Ergebniss finde ich recht zweifelhaft. Die alte Marke besaß Klarheit und vermittelte Tradition, Stärke und Selbstbewustsein.
Die neue Marke wirkt nun wie eine photoshop-frisierter »Web-Button«. Der formale Nutzen der mit komplexen Verläufen und Schattenkanten versehenen und ineinander verschachtelten Flächen erschließt sich mir nicht. Zudem drängen sich die Flächen stark auf, Schriftzug und Bildmarke verlieren deutlich an Prägnanz.
Bei der Betrachtung der neuen Kommunikationsmittel (das Lieferprogramm 2009 wurde bereits angepasst) fällt zudem auf, dass eine Implementierung der neuen verschachtelten Formen inklusive runder Ecken nur auf dem Titelblatt stattgefunden hat. Die strengen rechteckigen Formen im Innenteil mögen da nicht recht zur neuen »weichen« Wortbildmarke passen.
Der Blindtextgenerator wurde überarbeitet. Ein wirklich nützliches Layouttool, das auch Blindtexte für eine Reihe anderer Sprachen anbietet.
Ebenfalls in Palma auf Mallorca entdeckt. Leider weiß ich nicht mehr ob es ein “echtes” Graffiti war.
Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer, sichtet eine Frau am Boden und ruft: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht wo ich bin.“
Die Frau am Boden antwortet: „Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.“
„Sie müssen Ingenieurin sein“, sagt der Ballonfahrer.
„Bin ich“, antwortet die Frau, „woher wussten sie das?“
Antwortet der Ballonfahrer: „Alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
Die Frau erwidert: „Sie müssen im Management tätig sein.“
„Ja“, stimmt der Ballonfahrer zu, „aber woher wussten sie das?“
Antwortet die Frau: „Sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin ich schuld daran!“
"Corporate Redesign: McDonald’s wird grün!

Ja gut, die Meldung ist nicht neu und der »text post« steht auch schon eine Weile in der Warteschleife. Dennoch:
Kaum zu glauben, eine der konsequentesten und markantesten Marken der letzten Jahrzehnte erfährt eine massive Veränderung. Die Farbe rot fliegt raus und wird durch ein bzw. mehrere Grüntöne ersetzt. Diesen mutigen und großen Schritt kann man natürlich positiv und negativ bewerten.

PRO:
- Betrachtet man die Entwicklung des Interiordesigns der Filialen in den letzten Jahren muß man sich wohl eingestehen, das die zwar sehr prägnante aber auch (billig?) kitschige Farbkombination Rot-Gelb nicht recht zur modernen Inneneinrichtung in braunen Holz- und Lederfarbtönen passten will.
- Der Schritt von McDonald’s sich bewusst von der Konkurrenz wie Burger King zu distanzieren und mehr in die Nähe von Cafébars und Brasserien wie StarBucks zu rücken ist angesichts der Debatten um gesunde Ernährung und Fettleibigkeit (v.a. bei Kindern) evolutionär und nötig.
- Daher scheint es wohl auch die strategisch richtige Entscheidung das aggressive, leuchtende Rot durch harmonische Grüntöne zu ersetzen.
- Die Strahlkraft des Gelbtons wird durch den höheren Kontrast mit einem Dunkelgrün noch gesteigert.
CONTRA:
- Das Farbklima ist einer der Eckpfeiler eines jeden Corporate Designs. Die Rot-Gelbe-Kombination hat sich im Lauf der Jahrzehnte in alle (!) Köpfe eingebrannt. Selbst meine sehgeschwächte Mutter erkennt bzw. erkannte McDonald’s aus 2 km Entfernung.
- Das Grün als Primär- oder Sekundärfarbe findet sich in vielen anderen Fastfood- und Deli-Restaurants wieder (u.a. Starbucks, Subway, Olivegarden, Applebee’s) wieder. Eine deutliche Abgrenzung (v.a. für kleine Filialen, z.B. im Umfeld von Einkaufszentren und deren »Fressmeilen«) gegenüber der Konkurrenz wird daher schwieriger.
- Sollte McDonald’s auch hellgrüne Farben einsetzen, wird der Kontrast zum Gelb leiden.
- Ausserdem: Ist das Hellgrün dienlicher als Rot? Steht diese Farbe dann sinnbildlich für die Nachwirkungen beim Verzehr der Speisen? Und wird die Corporate Farbe dann im Volksmund Kotzgrün« genannt?
- Die Transformation weg von der Fastfoodkette wird McDonald’s allein durch eine Änderung der Filialeinrichtung und der Farbe nur bedingt erreichen.
- Als Argument für den Wechsel zum Grün den Umweltschutz anzuführen ist für eine Fastfoodkette hanebüchen, noch dazu wenn man sich den Müll, den ein durchschnittliches Menü hinterlässt, anschaut.
- Die Umrüstung wird weltweit mehrere hundert Millionen Euro verschlingen.
iPhone App-Empfehlung: »Pastebot« von Tapbots ist ein Programm, dass die letzten 99 Einträge der Zwischenanlage speichert. Darüber hinaus lassen sich häufig benutzte Textschnipsel (z.B. Abwesenheitsnotize, Geburtstagsgrüsse usw.) und Bilder in selbstanzulegende Ordner speichern. Bei Texten werden sogar die Anschläge und die Anzahl der Wörter angezeigt.
Die Oberfläche ist nett gestaltet und übersichtlich. Mit einem »Fingetap« lassen sich die abgelegten Elemente kopieren. Ausserdem kann man auch Inhalte direkt als E-Mail verschicken.
translations \ 03 - authorship in design, Mainz (1.1)
Textfundstück aus dem Web (leider weiß ich nicht mehr von welcher Seite):
Definition »Ponymaler/in«
Als »Ponymaler« werden junge Design-Studenten/Studentinnen bezeichnet, welche sich als professionelle Designer ausgeben, aber auf Grund ihrer geringen Erfahrung für alle anderen Projekt-Beteiligten den Arbeitsaufwand signifikant erhöhen.
Vor allem im Web-Bereich sorgen Ponymaler für erhöhte Frustration auf Seiten der Umsetzung (Programmierung). Oft werden Web-Layouts in Illustrator angelegt, Schriften verwendet die nicht webtauglich sind oder Webseiten im Kiosk-Modus (= Ignorieren der Tatsache, dass das Browser-Fenster keine feste Größe haben kann) gestaltet.
Die Begriffsherkunft geht auf die Vorstellung zurück, dass diese jungen Menschen nach dem erreichten Abitur keinen klaren Berufswunsch vor Augen hatten und sich (da sie schon immer gerne Ponys gemalt haben) dazu entschieden »nach Berlin zu gehen« um dort »Designer« zu werden.
Die Frustration, die Designer und Programmierer gleichermaßen empfinden, besteht nicht darin dass Erfahrung fehlt, sondern dass vom Ponymaler Erfahrung vorgetäuscht wird.
Heute im Amtsgericht Düsseldorf: Selten ein so verdrecktes und versifftes Gebäude gesehen. Überall Risse in den beigefarbenen Wänden, abblätternde Farbe, fleckig-staubiger, grauer Linoleumboden. Die “kafkaeske” Atmosphäre erinnerte mich an das Buch “Momo”. Das Bild zeigt den Boden des Aufzugs. Also ehrlich, da ist jede Bahnhofstoilette apettitlicher.



http://www.achtnullvier.com/designlab/2meter.php
Unser Projekt »2 x 2m Typografie – der typografische Zollstock« geht endlich in die Großproduktion. Wir hoffen, dass wir bis Weihnachten ausliefern können (wird eng).
CD-Relaunch »ThyssenKrupp«
ThyssenKrupp hat sein Corporate Design und damit auch die Wortbildmarke überarbeitet. Das Ergebniss finde ich recht zweifelhaft. Die alte Marke besaß Klarheit und vermittelte Tradition, Stärke und Selbstbewustsein.
Die neue Marke wirkt nun wie eine photoshop-frisierter »Web-Button«. Der formale Nutzen der mit komplexen Verläufen und Schattenkanten versehenen und ineinander verschachtelten Flächen erschließt sich mir nicht. Zudem drängen sich die Flächen stark auf, Schriftzug und Bildmarke verlieren deutlich an Prägnanz.
Bei der Betrachtung der neuen Kommunikationsmittel (das Lieferprogramm 2009 wurde bereits angepasst) fällt zudem auf, dass eine Implementierung der neuen verschachtelten Formen inklusive runder Ecken nur auf dem Titelblatt stattgefunden hat. Die strengen rechteckigen Formen im Innenteil mögen da nicht recht zur neuen »weichen« Wortbildmarke passen.
Der Blindtextgenerator wurde überarbeitet. Ein wirklich nützliches Layouttool, das auch Blindtexte für eine Reihe anderer Sprachen anbietet.
Ebenfalls in Palma auf Mallorca entdeckt. Leider weiß ich nicht mehr ob es ein “echtes” Graffiti war.
